Mein nächster Comic „Aquis Submersus“ nach der Novelle von Theodor Storm ist jetzt gerade in Arbeit. Ein Teil meiner Comicadaption ist in der gleichnamigen Ausstellung des Nordfriesland Museums seit Mitte Oktober zu sehen. Danke an den Museumsverbund Nordfriesland für den Anstoß und die Unterstützung dieses gemeinsamen Projektes!

„Aquis Submersus“ entstand vor fast genau 150 Jahren und erzählt von der tragischen Liebesgeschichte zwischen dem Maler Johannes und seiner adligen Kindheitsfreundin Katharina.
Die Verheerungen des dreißigjährigen Kriegs, Habgier und Missgunst, unmenschliche religiöse Konventionen und die eigenen Leidenschaften drängen die beiden in eine schicksalshafte Affäre, deren tragische Konsequenzen durch die Jahrhunderte widerhallen.

Während meine Arbeit an der vollständigen Comic-Adaption weiterläuft ist ein Kernteil der Geschichte bereits jetzt als Teil der Sonderausstellung im Nordfriesland Museum in Husum zu sehen. Die Ausstellung nutzt unterschiedliche Medien, Exponate und Ansätze, um die Geschichte erlebbar zu machen und ich durfte mit dem Medium Comic einen Bereich der Ausstellung selbst gestalten und begeistert, wie wunderbar alles geklappt hat. Im Schleswig-Holstein-Magazin (21.10.2025) gibt es einen kleinen TV-Bericht über die Ausstellung, die noch den ganzen Herbst und Winter über einlädt, in die Welt von "Aquis Submersus" einzutauchen.

Dass bei der Ausstellung Künstliche Intelligenz zum Einsatz kam, hat mich natürlich auch persönlich etwas zum Grübeln gebracht. Es ist also der ideale Zeitpunkt, sich damit in der Öffentlichkeit auseinanderzusetzen, den Diskurs anzustoßen, welchen Platz wir nichtmenschlichen Inhalten in unserem Leben und unserer Kulturlandschaft einräumen möchten. Ich für meinen Teil habe da eine ganz klare Meinung zu und bin auch gerne bereit, diese beizusteuern. Auf der anderen Seite steckt aber auch viel mehr in der Ausstellung und besonders auch in Storms Novelle, die auch den "Stand und Stellenwert des Künstlers" in der Gesellschaft thematisiert und ich freue mich, wenn ihr einen Besuch in Husum und im Nordfriesland Museum nutzt, um euch ein ganz eigenes Bild zu machen. :)

Einige Comicpanels habe ich als zweischichtige Dioramen angelegt, bei denen der Vordergrund auf Acrylglas gedruckt ist, damit beim vorübergehen ein Parallalax-Effekt entsteht, um in die Bilder einzutauchen. Zusätzlich gibt es neun Figuren als Aufsteller, denen ihr in der Ausstellung begegnen könnt. Das Konzept habe ich in 3D geplant und abgestimmt und dann gemeinsam mit Katrin Felder beim unserem Studio Kokuri aufbereitet. Danke an die Museumsdirektorin Tanja Brümmer für den wunderbaren Auftrag und den unermüdlichen Einsatz!

Wer im Nordfrisland-Museum vorbeischaut sollte auch einen Blick in den hinteren Treppenaufgang werfen, denn dort hängt noch immer die 10-seitige Comic-Kurzgeschichte "Die Kinder von Rungholt", die ich gemeinsam mit Dirk Jürgensen geschrieben habe. Es ist also auch eine kleine Zeitreise durch fast 20 Jahre Buddelfisch-Comics. :)

Link zum Nordfriesland-Museum Husum:
hier geht's zur Website über die Sonderausstellung

Link zum Beitrag im Schleswig-Holstein-Magazin:
hier geht es zur ARD-Mediathek

Link zum Trailer des Comic Projektes auf meinem Instagram Profil
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Fotos: Tanja Brümmer